sieben Wochen mit
ein Spruch für jeden Tag der Passionszeit

Auf meine Einladung: „Ich suche Sprüche, Bibelverse, Geschichten, mit denen Du gute Erfahrungen gemacht hast“ haben viele Menschen geantwortet und deren „Sprüche der guten Erfahrung“ sind nun die Anregungen für jeden Tag in der Passionszeit 2008.
Es sind junge und alte Menschen, manchmal merkt man die Erfahrung, „so ist es“, manchmal den Wunsch, „es soll so sein“. Es sind Seniorinnen oder Gymnasiasten, es sind Chorsängerinnen oder politisch für den Stadtteil engagierte, es ist persönliche Erfahrung und erlebtes Leben. Allen, die mitgemacht haben, herzlichen Dank!

Ostersonntag, 23.3.2008

Dies ist der Tag, den der Herr macht; laßt uns freuen und fröhlich an ihm sein. – Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Sonnabend, 22.3.2008

Und plötzlich weißt Du, es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. Georg Büchner

Karfreitag, 21.3.2008

Der römische Hauptmann aber, der dem Kreuz gegenüberstand und miterlebte, wie Jesus aufschrie und starb, sagte: „ Dieser Mensch war wirklich Gottes Sohn!“ Markusevangelium 15, 39

Gründonnerstag, 20.3.2008

Es ist wahr, dass wir nicht schätzen, was wir haben, bis wir es verlieren. Aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es uns begegnet.

Mittwoch, 19.3.2008

Wer A sagt, muß nicht B sagen.

Dienstag, 18.3.2008

Die Intention allen Verhaltens ist positiv.

Montag, 17.3.2008

Schöne Tage… nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen.

Sonntag, 16.3.2008, Palmsonntag

Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voran ging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!

Matthäus 21, 8+9

Sonnabend, 15.3.2008

Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Freitag, 14.3.2008

Perfektion ist was für Götter. Grafity aus dem Dunkelberggang

Donnerstag, 13.3.2008

Wenn Du etwas erleben willst, was Du noch nie erlebt hast, mußt du etwas tun, was Du noch nie getan hast. Mickey Wiese, Jugendpastor in Frankfurt

Dieser Spruch hilft mir, mich an meine Verantwortung im Leben zu erinnern. Wenn ich anfange über andere zu meckern oder davon träume das „etwas“ Wirklichkeit werden sollte, dann weiß ich: vieles liegt an mir.

Mittwoch, 12.3.2008

Menschen treten in unser Leben, einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.

Dienstag, 11.3.2088

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht im Finstern wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12

(Man fühlt sich nicht allein gelassen, kann schwere Situationen besser meistern.)

Montag, 10.3.2008

Als ich 17-jährig meine Ausbildung begann, die drei Jahre dauern sollte, sagte meine Mutter mir folgenden Spruch auf platt:

Dre Johr, dat is ne lange Tid,
wenn man se vör sich liegen sieht,
dre Johr dat is ne korte Spann,
wenn man se kiekt von achtern an.

Sonntag, 9.3.2008, Judika

Schaffe mir Recht, o Gott, und errette mich! Denn du bist der Gott meine Stärke. Psalm 43,1

Sonnabend,8.3.2008

In einem Zwiespalt zwischen dem Herzen und dem Verstand folge dem Herzen.

Freitag, 7.3.2008

Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe. Christian Morgenstern

Donnerstag, 6.3.2008

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

Mittwoch, 5.3.2008

Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie (das sind die falschen Propheten) überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, der in der Welt ist.

1. Johannesbrief 4,4

Dienstag, 4.3.2008

Es gibt keine Probleme – nur Herausforderungen.

Montag, 3.3.2008

Verhaltensweisen, die mich an anderen stören oder ärgern, sind meistens Verhaltensweisen, die mich an mir selbst stören.

Sonntag, 2.3.2008, Lätare

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich alle, die ihr sie lieb habt. Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom. Jesaja 66,10.12

Sonnabend, 1.3.2008

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück;
Denn Du bist bei mir, Dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang
Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Psalm 23

Freitag, 29.2.2008

Auf dem Bahnsteig in H. Ein Handy klingelt. Ein junger Mann verabredet sich. Jemand sagt: “Ein Mensch ohne Handy ist ein Krüppel!“ Viele lachen beifällig. Ich lache nicht: „Ein Krüppel mit Handy ist mehr Mensch!“ „Mein Gott sind Sie humorlos!“ „Nein, bin ich nicht. Ich bin nur ein Krüppel, der allein in diesen Zug steigen kann, weil er ein Handy mit vielen Notfallnummern besitzt. Irgendeiner wird mir helfen, wenn ich nicht mehr kann.“

Donnerstag, 28.2. 2008

Geh deinen Weg gelassen und ruhig inmitten des Lärms und der Hast dieser Zeit und erinnere dich, welcher Frieden in der Stille liegt. Aus den Regeln der St. Pauli Kirche zu Baltimore, 1692

Mittwoch,27.2. 2008

Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20

Dienstag, 26.2. 2008

Gerechtigkeit gibt es in der Hölle. Im Himmel herrscht Gnade.
Gertrud von Le Fort
Immer wieder kommen Kinder zu mir und sagen: ...das war ungerecht, der war ungerecht, oder das ist doch nicht gerecht. Mir selbst geht es auch manchmal so, dass ich mich frage: War das jetzt gerecht? Aber was oder wer ist denn eigentlich gerecht? Wie handele ich denn gerecht? Jedes Ding hat doch bekanntlich zwei Seiten. Der Spruch von Gertrud von Le Fort hat mir geholfen, den Kopf frei zu bekommen für das Wesentliche: Gnade!

Montag, 25.2. 2008

Wenn wir wüßten, wie kurz das Leben ist, wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen. Ricarda Huch

Sonntag, 24.2.2008 Okuli

Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.

Psalm 25,15

Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.

Psalm 34,16

Sonnabend, 23.2. 2008

Wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhmes,

den wir bei Gott haben sollten. Darum laßt uns beten:

Vater vergib!

Den Haß, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse:

Vater, vergib!

Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker,

zu besitzen, was nicht ihr eigen ist:

Vater, vergib!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet:

Vater, vergib!

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen:

Vater, vergib!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Heimatlosen

Und Flüchtlinge:

Vater, vergib!

Den Rausch, der Leib und Leben zugrunde richtet:

Vater, vergib!

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf dich:

Vater, vergib!

Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen,

dass wir miteinander und mit dir in Frieden leben.

Darum bitten wir um Christi willen.                   

Freitag, 22.2.2008

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6

Donnerstag, 21.2.2008

Gibt jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain

Mittwoch, 20.2.2008

Gott gebe mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Einsicht, beides voneinander zu unterscheiden.

Dienstag, 19.2.2008

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Psalm 91,11

Montag, 18.2.2008

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.

1.Samuel 16,7

Sonntag, 17.2. 2008 Reminiszere

Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.

Psalm 25,6

Sonnabend, 16.2. 2008

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich Liebe übe, wo man sich haßt,

dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,

dass ich verbinde, da, wo Streit ist,

dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,

dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,

dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,

dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,

dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Herr, laß du mich trachten:

nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergißt, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.        

Text aus der Normandie, 1913, früher Franz von Assisi zu geschrieben

Freitag, 15.2. 2008

Vielleicht kann man glücklich sein, wenn man es sein will, ich hab mal gelesen, man könne das Glück auch lernen. Das hat mir gefallen.

Theodor Fontane

Donnerstag, 14.2. 2008

Fällst du siebenmal, stehe achtmal auf. Japanisches Sprichwort

Hinfallen ist keine Schande – aber liegen bleiben.

Mittwoch, 13.2. 2008

In meiner Kindheit und Jugendzeit beteten meine Eltern mit uns vier Kindern immer noch und nach dem Mittag- und Abendessen. Das Dankgebet war immer „Danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ Wenn ich an diese Psalmworte denke, was häufig geschieht, steht vor meinem inneren Auge das Bild unserer damaligen wunderbaren intakten Familie im Gegensatz zu den bald danach folgenden Katastrophen der Kriegs- und Nachkriegszeit, die sich auf unsere Familie verheerend ausgewirkt haben.

Dienstag, 12.2. 2008

 Mein Lieblingsspruch ist der Taufspruch meiner Tochter – der gibt mir Kraft, auch wenn nicht alles immer glatt läuft.

„ Und doch kann ich jubeln, weil der Herr mir hilft.“ Habakuk 3,18

Montag, 11.2. 2008

Die Schutzengel unseres Lebens fliegen manchmal so hoch, dass wir sie nicht mehr sehen können, doch sie verlieren uns niemals aus den Augen.

Sonntag, 10.2. 2008, Invokavit

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not.

Psalm 91,15

Sonnabend, 9.2. 2008

Die verstehen sehr wenig, die nur verstehen, was sich erklären lässt.

Marie von Ebner-Eschenbach

Ziel der Glaubenden sollte nicht sein, ihren Glauben faktisch belegen zu wollen

Freitag, 8.2. 2008

Nichts ist wahrem Glück so sehr im Wege wie die Gewohnheit, etwas von der Zukunft zu erwarten.      Leo Tolstoi

Donnerstag, 7.2. 2008

Mein Konfirmationsspruch :

Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

Ist mir mein Leben lang nachgegangen und hat mich aufgefordert, das Gute in mir oder in einer Situation zu erkennen und zu nutzen – ohne dieses Nachdenken wäre sicher so manches schief gegangen.

Aschermittwoch, 6.2. 2008

Das was gestern noch gegolten hat, gilt heute nicht mehr, weil immer etwas Neues dazu kommt.

©2007 Ev.-luth. Erlösergemeinde Hannover, Linden - Süd